Haushaltssatzung für das Haushaltsjahr 2011; Teilhaushalt 12 - ohne Sportbereich - und Teilhaushalt 24 - Bereich Soziales -
Beschluss:
Der Ausschuss für Jugend, Familie, Schule und Soziales stimmt dem Haushaltsplan für das Haushaltsjahr 2011 - soweit seine Zuständigkeit gegeben ist - in der beratenen Fassung zu.
Protokoll:
Frau Niemann verweist auf die Vorlage. Herr Strümpel regt hinsichtlich der Gründung eines Jugendparlamentes an, dass die Stadt Helmstedt den weiterführenden Schulen als ersten Schritt den Besuch von Kommunalpolitikern anbiete, welche sodann im Unterricht über ihre Arbeit und deren Auswirkungen berichten könnten. Dies sei eventuell ein wichtiger erster Baustein auf dem Weg zu einem Jugendparlament und sollte darüber hinaus dazu dienen, die Jugendlichen wieder stärker für die Kommunalpolitik zu interessieren. Frau Rosinski und Herr Strümpel beantragen für ihre Fraktionen übereinstimmend, dass man die auf Seite 133 des Haushaltsplanentwurfes für 2011 geplanten Kürzungen komplett zurücknehme. Die vorgeschlagenen Reduzierungen seien für eine Konsolidierung des Haushaltes unerheblich, würden gleichzeitig aber eine Menge Schaden bei den ehrenamtlich Tätigen in den den verschiedenen Organisationen anrichten. Als Stadt sei man auf ein funktionierendes Ehrenamt im Bereich der Jugendarbeit angewiesen. Zudem beantrage man, in dieses Produkt den Zuschuss für das "Rucksackprojekt" einzuplanen. Sodann stimmt der Ausschuss für Jugend, Familien, Schulen und Soziales den vorgenannten Anträgen einstimmig zu. Frau Weihmann verweist auf das Produkt Jugendeinrichtungen auf Seite 139 und fragt an, ob die Verwaltung sich mit den in den Erläuterungen genannten Nutzern des JFBZ wegen der geplanten Einführung einer Miete in Verbindung gesetzt habe. Es sei immerhin interessant zu erfahren, ob diese Gruppen dann noch Interesse hätten, die Räumlichkeiten im JFBZ zu nutzen. Die geplante Mieteinführung könnte eventuell auch mehr Schaden als Nutzen anrichten. Herr Leppin führt aus, dass man diese Fragestellung mit den Nutzern noch nicht erörtert habe. Im Grunde wollte man zunächst die entsprechenden Beschlüsse abwarten. Er denke, dass Gespräche im Vorfeld wenig genutzt hätten, da man sich über Dinge unterhalten hätte, die noch in der Schwebe seien. Dem Wunsch des Ausschusses entsprechend werde man aber nunmehr unverzüglich Kontakt mit den Nutzern aufnehmen und deren Reaktion auf die Einführung einer Miete erfragen. Frau Weihmann verweist auf das Produkt Soziale Einrichtungen für Ältere auf Seite 273 und fragt an, was mit dem Wegfall der Schuldendiensthilfe genau gemeint sei. Herr Fehlhaber erläutert, dass es sich dabei um die Übernahme der Zinsen für einen Kredit der AWO handele. Herr Preuß fragt an, wie lange dieser Schuldendienst überhaupt noch laufen würde. Herr Fehlhaber antwortet, dass mit Ratsbeschluss aus dem Jahre 1994 diese Schuldendiensthilfe seitens der Stadt Helmstedt übernommen worden sei. Allerdings existiere kein Vertrag, so dass man per entsprechendem Beschluss die Zahlungen ab nächstem Jahr komplett einstellen könne. Es handele sich hierbei um einen Konsolidierungsvorschlag, mit welchem man jährlich einen Betrag von 12.000 Euro einsparen könnte. Herr Strümpel beantragt, die Angelegenheit noch einmal zurück in die Fraktionen zu nehmen. Der Ausschuss für Jugend, Familie, Schulen und Soziales stimmt diesem Ansinnen zu. Herr Strümpel verweist auf das Haushaltssicherungskonzept auf Seite 415, wo unter der Ziffer 127 die Leistungen an die Einrichtung "Meilenstein" ab dem Jahre 2012 wegfallen sollen. Er beantragt in diesem Zusammenhang, die vorgenannte Haushaltssicherungsmaßnahme ersatzlos zu streichen. Sodann stimmt der Ausschuss für Jugend, Familie, Schulen und Soziales dem vorgenannten Antrag mit 6 Ja-Stimmen bei 2 Enthaltungen zu. Frau Weihmann verweist auf das Produkt Sonstige soziale Einrichtungen auf Seite 279 und fragt an, weshalb sich die Kosten für die Asylbewerberunterkunft auf 33.000 Euro erhöht hätten. Immerhin sei dies eine exorbitante Steigerung im Vergleich zum Jahre 2009. Herr Fehlhaber erläutert, dass man aufgrund des Auslaufens des alten einen neuen Vertrag mit dem DRK habe abschließen müssen. Trotz intensiver Verhandlungen habe man keine besseren Konditionen aushandeln können. Unabhängig davon versuche man weiterhin, andere Kommunen zu einer Zusammenarbeit in diesem Bereich zu bewegen. Herr Schatz verweist auf das Produkt Sonstige soziale Angelegenheiten auf den Seiten 280/281 und beantragt, die Zuschüsse an die Wohlfahrtsverbände wieder auf das Niveau des Haushaltsplans 2010 anzuheben. Sodann stimmt der Ausschuss für Jugend, Familie, Schulen und Soziales mit 7 Ja-Stimmen bei 1 Enthaltung dem vorgenannten Antrag zu. Abschließend fasst der Ausschuss für Jugend, Familie, Schulen und Soziales bei 1 Enthaltung einstimmig folgenden Herr Strümpel beantragt den Zuschuss an das Mütterzentrum für das Jahr 2011 auf 4.000 Euro festzusetzen. Sodann stimmt der Ausschuss für Jugend, Familie, Schulen und Soziales mit 7 Ja-Stimmen bei 1 Enthaltung dem vorgenannten Antrag zu.
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