Quartiersinitiative Neumärker Straße Helmstedt
Protokoll:
Frau Weihmann verweist auf die Vorlage. Herr Wrede führt aus, dass bereits Anfang 2009 ein QIN-Antrag bei den zuständigen Stellen eingereicht worden sei. Dieser sei allerdings nicht prämiert worden, da es ihm an einem klaren Konzept gemangelt habe. Hintergrund dieser fehlenden Struktur sei gewesen, dass man den Antrag unter Zeitdruck erstellt habe und nicht genau darüber informiert gewesen sei, welche Punkte für die Jury von großer Wichtigkeit seien. In der Folge habe das Land Niedersachsen den Helmstedter Initiatoren einen Workshop angeboten, welchen man auch besucht habe. Ergebnis dieses Gedankenaustauschs sei, dass man nunmehr detailliert daran gehe, einen neuen Antrag für 2010 zu formulieren. Bislang habe es diverse Sitzungen der Arbeitsgruppe gegeben, in denen bereits wichtige Schritte vollzogen und erste Resultate erzielt worden seien. Er bitte jedoch um Verständnis, wenn er zum jetzigen Zeitpunkt noch keine konkreten Maßnahmen und Vorschläge benennen könne. Diese Konkretisierung erfolge erst in letzter Konsequenz. Nichtsdestotrotz hoffe man, dass die Politik die für 2009 zugesagte Unterstützung in Höhe von 15.000 Euro im Jahre 2010 aufrecht erhalte. Letztlich wisse man noch nicht, in welcher Höhe die einzelnen Maßnahmen zu finanzieren seien werden, trotzdem denke er, dass jeder einzelne Euro einer nachhaltigen Verbesserung der Attraktivierung dieses Quartiers dienen werde. Frau Mattfeldt-Kloth weist darauf hin, dass die Initiative bei der Ermittlung des Ist-Zustandes festgestellt habe, dass in der Innenstadt Kunstobjekte fehlen würden. Es interessiere sie daher, wie sich die Initiatoren in diesem Bereich eine Verbesserung der Situation vorstellen würden. Herr Wrede antwortet, dass er hierzu noch keine Aussage treffen könne, da man sich zum jetzigen Zeitpunkt noch alle Optionen offen halte. Wo die Schwerpunkte des Antrages liegen werden, sei gegenwärtig noch nicht geklärt. Frau Weihmann stellt fest, dass es derzeit noch keine verbindlichen Aussagen über bestimmte Maßnahmen gebe. Sie frage deshalb einmal nach, bis wann dieser Antrag überhaupt bei den zuständigen Stellen eingereicht werden müsse. Herr Wrede erwidert, dass man in den nächsten zwei bis drei Sitzungen die Konkretisierung des Antrages vornehmen wolle. Bislang gehe man davon aus, dass der Antrag spätestens im Februar fertig gestellt werde. Im Februar werde dann auch die Abgabefrist zu laufen beginnen. Herr Gehrke merkt an, dass die Initiatoren sehr genau darauf achten müssen, dass sie dieses Projekt nicht zu isoliert durchführen, da man die Innenstadt in ihrer Gesamtheit betrachten müsse. Natürlich sei eine solche private Initiative von Helmstedter Bürgern lobenswert, dennoch könne eine einzelne Straße nicht die strukturellen Probleme der gesamten Innenstadt lösen. Dies sollte allen Beteiligten klar sein. Des Weiteren müsse darauf geachtet werden, dass die QIN-Initiative nicht mit anderen Organisationen und deren Arbeit in Konkurrenz trete. Er weise in diesem Zusammenhang beispielsweise auf die Arbeit von helmstedt aktuell e.V. und der Wirtschaftsförderungsabteilung der Stadt Helmstedt hin. Gerade der Punkt Leerstandsmanagement werde bereits auf breiter Front bearbeitet. In diesem Zusammenhang würde ihn jedoch interessieren, ob die Initiatoren auch einmal den Punkt Mieten und Pachten in ihre Betrachtungen einbezogen hätten. Es sei allgemein bekannt, dass viele Leerstände letztlich dadurch produziert werden, dass sich die Mehrzahl von Gewerbetreibenden die Höhe dieser monatlichen Zahlungen einfach nicht leisten könne. Herr Wrede erklärt, dass es sich bei Mieten und Pachten um eine Preisbildung handele, die auf dem freien Markt erfolge. Insofern sehe er nicht, wo eine Initiative wie QIN dort einschreiten könnte. Auch er wisse, dass es einige Gebäudeeigentümer gebe, die sich in dieser Hinsicht sehr dickfellig geben würden. Er glaube weiterhin nicht, dass man irgendwelche Maßnahmen parallel vorantreiben werde, da man sich ganz erheblich von anderen Institutionen unterscheide. QIN bedeute, dass man in Maßnahmen investiere, die auf Nachhaltigkeit und Langfristigkeit angelegt seien. Es gehe demnach nicht um kurzfristige Events oder Belebungen, sondern um die dauerhalfte Attraktivierung des Geschäftsumfeldes. Herr Kubiak ergänzt, dass es sich bei QIN um ein städtebauliches Programm handele. Insofern arbeite man in diesem Bereich natürlich nicht isoliert, sondern versuche, die bestehenden Synergieeffekte mit anderen Maßnahmen zu nutzen. Herr Dr. Birker betont, dass gerade das Leerstandsmanagement ein zentraler Punkt aller Diskussionen um die Attraktivität der Neumärker Straße sei. Man könne sich allerlei Maßnahmen einfallen lassen, um ein ansprechendes Umfeld zu schaffen, letztlich stehe und falle eine Einkaufsstraße mit dem Angebot der vorhandenen Geschäfte. Insofern sei es schon enorm wichtig, mit den entsprechenden Leuten ins Gespräch zu kommen, um ihnen klar zu machen, dass leere Geschäfte eine allgemeine Abwertung des Quartiers darstellen. Herr Wrede erwidert, dass man das Leerstandsmanagement derzeit nicht als eines der zentralen Themen ansehe. Nichtsdestotrotz werde man mit den entsprechenden Leuten Gespräche führen müssen, weil von deren Bereitschaft natürlich auch ein Teil des Erfolges der gesamten Initiative abhänge. Herr Kalisch weist darauf hin, dass etliche Lampen in der Neumärker Straße defekt seien. Dies habe nach seiner Ansicht auch etwas mit einer attraktiven Innenstadt zu tun. Er bitte um Prüfung, wer für den Ersatz respektive die Reparatur der Lampen zuständig sei. Frau Mattfeldt-Kloth ergänzt, dass auch die Beleuchtung am Dunklen Tor defekt sei. Herr Kubiak sagt eine Überprüfung dieser Angelegenheiten zu. Frau Weihmann fragt nach, ob es seitens der Verwaltung eine Regelung gebe, die im Jahre 2009 veranschlagten 15.000 Euro in das Jahr 2010 zu übertragen. Herr Kubiak erklärt, dass man diesen Fall mit der Kämmerei besprochen habe und von dort die Auskunft erhalten habe, dass die in Rede stehende Summe im Jahre 2010 wieder zur Verfügung stehen würde. Herr Kalisch bittet darum, dass man diesen Sachverhalt noch einmal überprüfe, weil er erhebliche Zweifel an der rechtlichen Zulässigkeit an der Übertragbarkeit der Mittel habe. Herr Gehrke ergänzt, dass eine Genehmigung der Summe vorausgesetzt, trotzdem immer überprüft werden müsse, für welche Maßnahmen man dort Geld verausgabe. Letztlich müsse jede einzelne Maßnahme betrachtet und bewertet werden. Sodann nimmt der Innenstadtausschuss die Vorlage ohne weitere Anmerkung zur Kenntnis.
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